Es gibt Menschen, die wiegen ihre Bohnen auf das Zehntelgramm genau ab, messen die Wassertemperatur und diskutieren stundenlang über Mahlgrad und Extraktionszeit.
Dann gibt es mich.
Ich werfe Kaffeebohnen in den Mixer, schütte kaltes Wasser darüber und stelle das Ganze in einer simplen Salatschüssel in den Kühlschrank.
Das Resultat? Überraschend gut. Willkommen in meiner Welt des Cold Brew. 😁
Was ist Cold Brew überhaupt?
Anders als Eiskaffee wird Cold Brew nicht heiss gebrüht und danach gekühlt. Stattdessen zieht der Kaffee direkt in kaltem Wasser über viele Stunden.
Dadurch werden weniger Bitterstoffe und weniger Säure gelöst. Viele empfinden Cold Brew deshalb als besonders mild, weich und angenehm. Gerade an heissen Sommertagen ist das eine willkommene Abwechslung zum klassischen Espresso.
Was du brauchst
- Kaffeebohnen
- Einen Mixer oder eine Kaffeemühle
- Eine Schüssel oder ein anderes Gefäss
- Kaltes Wasser
- Ein Sieb
- Einen Kaffeefilter
- Eine Flasche oder Karaffe für den Kühlschrank
Mehr braucht es eigentlich nicht.
So mache ich meinen Cold Brew
Zuerst mahle ich die Bohnen möglichst grob. Das soll wichtig sein, sagen zumindest die Profis. Da ich keine Kaffeemühle besitze, landet der Kaffee bei mir kurzerhand im Mixer. Funktioniert auch. 😄
Die gemahlenen Bohnen kommen anschliessend in eine ganz normale Schüssel. Danach giesse ich kaltes Wasser darüber. Ich verwende ungefähr ein Verhältnis von 1:8 nach Gewicht.
Das bedeutet zum Beispiel:
- 100 g Kaffeebohnen
- 800 ml Wasser
Damit wird der Cold Brew eher kräftig. Viele Rezepte empfehlen Verhältnisse zwischen 1:10 und 1:15. Ich mag ihn lieber etwas stärker. Falls er dir zu intensiv ist, kannst du beim nächsten Mal einfach etwas mehr Wasser verwenden.
Dann wandert die Schüssel in den Kühlschrank.
Jetzt kommt der schwierigste Teil: warten.
Die Experten empfehlen mindestens 12 Stunden Ziehzeit. Manche gehen sogar bis 96 Stunden. So viel Geduld habe ich nicht. Bei mir sind es meistens zwischen 12 und 20 Stunden. Ehrlich gesagt habe ich bisher nicht länger warten können und kann dir nicht sagen ob es besser wird.😁
Filtern
Nach der Wartezeit siebe ich den Kaffee zuerst grob ab. Anschliessend filtere ich ihn noch einmal durch einen normalen Kaffeefilter.
Auch hier haben die Profis wieder eine Meinung: Der Filter sollte vorher mit heissem Wasser ausgespült werden. Das verbessert angeblich den Durchfluss und entfernt einen möglichen Papiergeschmack.
Ich mache das nicht.
Sonst habe ich das Gefühl, ich mache plötzlich Filterkaffee statt Cold Brew. Und funktionieren tut es bei mir auch ohne. 😉
Ab in den Kühlschrank
Der fertige Cold Brew kommt bei mir in eine Flasche und zurück in den Kühlschrank.
Dort hält er sich problemlos mehrere Tage. Wobei das bei den aktuellen Temperaturen meistens gar nicht relevant ist. Die Flasche ist oft schneller leer, als ich neuen Cold Brew ansetzen kann. 😄
Wie trinkt man Cold Brew?
Ganz einfach: Pur direkt aus dem Kühlschrank. Mehr braucht es (für mich) nicht.
Es gibt ja Leute denen scheint gut nicht gut genug zu sein dafür könnte das köstliche Getränk noch mit folgendem ergänzt werden:
- Mit Eiswürfeln
- Mit etwas Milch
- Mit Haferdrink
- Oder sogar mit Tonic Water für eine überraschend frische Variante
Mein Fazit
Cold Brew gehört für mich zum Sommer wie die Sonnenbrille und der Ventilator im Büro.
Kein teures Equipment, keine komplizierten Rezepte und kein Stress. Einfach Kaffee, Wasser, etwas Geduld und ein bisschen Platz im Kühlschrank.
Und falls du keine Kaffeemühle hast: Der Mixer tut’s offenbar auch. 😁☕